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Masha und ich sind viel unterwegs, wir erleben so Vieles,
also: Warum nicht auch mal darüber erzählen?

 

 

                      

 Update am 25.10.2017


Wesenstest von Emma am 22.10.2017 in Rohr/ OT Ursbach



Nicht jeder Besucher meiner Website ist Mitglied im LCD, deshalb poste ich hier auch mal meine in der Clubzeitschrift veröffentlichten Artikel.
Vielleicht weckt er ja das eine oder andere Interesse am Training?

 


Chronologie ...


Wesenstest von *Emma*, Very Sweet Emma von Gugi`s Kate, 22.10.2017


Vierzehn ... Leben mit einer alt gewordenen Labradorhündin
Club Zeitschrift LCD, April 2016


1. Darmstädter Dummyseminar (Niveau A/ F-O) mit Andrea Rüter und Dirk Siekmann, April 2015.  

 

"Beschäftigungsmöglichkeiten für Retriever" mit Silke Vondey und Frank Röhrig, Oktober 2014

 

Ringtraining mit Nicole Visel in Börsborn, Oktober 2013

 

*Handicap und will to please*, Seminar mit Andrea Rüter und Dirk Siekmann in Winden/ WW., Oktober 2013  

 

Masha @Hasselroth, LCD Spezial Rassehundeausstellung in Hasselroth, Oktober 2013

 

Dummyseminar mit Andrea Rüter und Dirk Siekmann in Singhofen, August 2014.

 

Bericht vom Seminar mit Dirk Siekmann und Andrea Rüter in Waldmohr, Oktober 2011. 

 

Bitte freundlicherweise zu den Artikeln scrollen!!



Wesenstest ...
Eine ganz neue Erfahrung für Emma und mich.











*Emma*, Very Sweet Emma von Gugi´s Kate (LCD), ist am 22.10.2017 in Rohr/ OT Ursbach zum Wesenstest der BZG Oberpfalz-Niederbayern in der LG Süd im Deutschen Retriever Club e.V. RC unter Wesensrichterin Anja Ballwieser angetreten, und hat diesen bestanden.


Zusammenfassende Wesensbeurteilung


Die 15 Mo. alte Labrador Hündin hat ausgeglichenes Temperament, sehr viel Bewegungs- und besonders Spielverhalten. Sie zeigt sich sehr ausdauernd, aufmerksam und unerschrocken.


Ihr Beuteverhalten ist stark ausgeprägt, sie trägt ihre Beute vor allem für sich und zeigt daran viel Begeisterung.
Ihr Spürverhalten wird vor allem während der Befragung deutlich.
Die Hündin hat zu ihrer Besitzerin, bei der sie erst seit 7 Monaten lebt, eine sehr gute und vertrauensvolle Bindung.


Fremden Menschen gegenüber ist sie kontaktfreudig und sicher, Kreis und Seitenlage genießt sie.


Beim Schuss sicher und unbeeindruckt.
Den Parcours mit den optischen und akustischen Reizen untersucht sie sicher, interessiert und selbständig.


Ein fröhliche, sehr verspielte Hündin, die den Test für ihr Alter sehr souverän durchläuft.

Ich empfand Frau Anja Ballwieser als sehr angenehme und faire, interessierte, einfühlsame und fachlich sehr kompetente Richterin.
Jeder Hund bekam in Ruhe seine Chance, auch wenn nicht jeder sie, Tagesformabhängig, nutzen konnte.
Ein großer Dank geht an die Sonderleiterin Frau Barbara Kemna, ihre Organisation war für den reibungslosen Ablauf der Prüfung perfekt. Und ihr Zuspruch bei Nervenflattern der Hundefüher bzw. –besitzer wurde sehr gerne angenommen!
Der Leidgeplagte Schütze Herr Kemna war unerschütterlich und hilfsbereit zugange. Er war unentbehrlich, hat er sich doch unter anderem um die Organisation der Hardware an diesem doch sehr verregneten Tag gekümmert. Aber am Wichtigsten: er hat vor allem den Glauben an seine zickige 9mm nicht verloren!!
Sie hat tatsächlich durchgehalten, genau bis zum vollendeten 3. Schuss bei Emmas Test, mit Nr. 7 war sie die letzte Starterin.

Last but not least geht natürlich ein ganz großer Dank an Frau Heike Mayerhofer vom gleichnamigen Begegnungshof in Ursbach, denn für das leibliche Wohl hat sie bestens gesorgt.
Hopfensuppe hatte ich im ganzen Leben noch nicht gegessen (sooo lecker!), und auch die vegetarische Variante Kürbissuppe mit Äpfeln und Birnen war mir neu (und auch super lecker)!!
Über die Kuchen und Torten lasse ich den Mantel des genüsslichen Schweigens fallen, aber das selbstgebackene Roggensauerteigbrot muss erwähnt werden: es war (auch!) der Hammer!

Da ich zum Fotografieren beim eigentlichen Wesenstest viel zu aufgeregt und das Wetter zudem, gelinde gesagt, Grottenschlecht war, kommen ein paar Impressionen vom Begegnungshof Mayerhofer in Rohr/ OT Ursbach.

Für mich war es ein sehr intensiver und durchaus auch aufregender Tag. Emma war ziemlich unbeeindruckt, gelassen und fröhlich wie immer, und nur darauf kommt es ja letzten Endes an!


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Vierzehn ...

Leben mit einer alt gewordenen Labradorhündin

   

Zunehmend mit der Problematik „alter Hund“ konfrontiert war mir aufgefallen, dass in der CZ immer wieder sehr informative Berichte vom ganz unterschiedlichen „Arbeitsalltag“ eines Labradors zu finden sind. Berichte von (relativ) jungen, dynamischen Hunden und ihren zu recht stolzen Besitzern. Bei den Shows werden Veteranen gekürt, und auch bei WTs gibt es nun ein Veteranenangebot. Und das Thema „alter Hund“ ist natürlich in weiter Ferne, was ja auch gut und richtig so ist.




Hauptsache, gesund! Dieser Stoßseufzer kommt uns in den Sinn,

wenn wir an den zu erwartenden vierbeinigen Nachwuchs denken. Wenn wir auf die Untersuchungsergebnisse von Routine- oder Verdachtskontrollen beim Haustierarzt warten. Und in jedem Fall dann, wenn die Auswertungen von bspw. Röntgenergebnissen usw. für angestrebte Zuchtzulassungen anstehen.

 

Dann gibt es auch noch den Bereich im Zusammenleben, wo dieser Gedanke eine ganz besondere Bedeutung bekommt weil wir wissen, dass Gesundheit nicht mehr selbstverständlich ist, nicht mehr vorausgesetzt werden kann: wenn der Hund alt geworden ist, nämlich. Wenn die Zellen sich nicht mehr so leicht regenerieren und wir nicht voller Optimismus in die gemeinsame, lange Zukunft schauen können. Dann seufzen wir … Hauptsache, er/ sie bleibt gesund!

 

Masha (Classic Cha Cha of Hanging Rock) die im März 14 Jahre alt wurde, lebt seit 10 Jahren bei und mit mir in Darmstadt, und: Sie war eine Herausforderung im besten Sinne, und ist nach wie vor eine Bereicherung meines Lebens. Dieses Zusammenleben ist nun auch vom Wandel betroffen, Masha ist alt worden.





     

















Angeregt durch ihre nun deutlicher werdenden körperlichen Veränderungen stellte sich mir irgendwann die Frage: wie ist das eigentlich mit Seniorenhunden?
Wie verändert sich das Leben mit einem alternden, einem alten Hund? Wie gestaltet sich das Zusammenleben? Dies soll keine Lebensbeichte über unser Zusammenleben werden, oder eine wissenschaftliche Abhandlung über Krankheiten im Alter und ihre Verlaufsformen. Und Handlungsanweisungen werde/ kann ich natürlich auch nicht geben.

 

Unmittelbar betroffen, fand ich dieses Thema des Nachdenkens wert und spannend, einmal darüber zu schreiben. Ich erhebe keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, denn wie alles im Hunde- und Menschenleben ist auch das Altern ein höchst individueller und von vielen äußeren und inneren Faktoren beeinflusster Prozess.

U. a. auch davon, ob das Altern geprägt ist von Krankheiten mit ihren ganzen Implikationen und schmerzlichen Prozessen. Dann kann „Alt sein“ durchaus schon in relativ frühen Jahren beginnen, wie Besitzer chronisch kranker Hunde berichten, in Bezug auf Verfall oder Verhaltensweisen, wie sie eher dem biologischen Alter zugeschrieben werden.
Eine Bekannte formulierte es so, als ich sie nach Ocean, ihrem 10jährigen schwarzen Labrador, fragte: „... und immer wenn du ihn ansiehst weißt du, dass er IMMER deine Number one bleiben wird! Dass du ihn trotz Zipperlein lieb hast ...“

Bezogen auf ihr Alter ist Masha in der gesegneten Situation fit, leistungsfähig und gesund ohne nennenswerte Erkrankungen zu sein.

Also: wie ist es denn, das Zusammenleben?

Vorab kann ich sagen:
Es ist anders und unverändert.
Es ist anders, und alles ist neu!

 

Zunächst ist altern ja ein über die Jahre verlaufender, sehr schleichend und unspektakulär verlaufender Prozess. Über die Jahre ändert man dann entsprechend subtil seine Gewohnheiten, passt diese an die Gegebenheiten an, ohne sich den Zusammenhang bewusst oder sich Gedanken darüber zu machen, es ist halt so.

 

Viele kleine Veränderungen habe ich zunächst tatsächlich nicht dem Alter zugeschrieben, sondern den Umständen, äußeren Einflüssen. Der Hitze, der Kälte, zu wenig gelaufen, zu viel gelaufen usw. Offensichtlicher war da schon die Farbveränderung des Fells: Das wunderschöne rostbraune Deckhaar verblasste, Masha wurde zunehmend blonder, wie das ja bei Rothaarigen immer der Fall ist, und das Gesicht ist deutlich heller geworden. Und die schönen braunen Pupillen sind, bei entsprechendem Lichteinfall, sehr dezent bläulich hinterlegt. Mich haben diese offensichtlichen Veränderungen eher wehmütig gemacht, aber alt im engen Sinne erschien sie mir lange Zeit nicht, dafür war sie zu fit und agil.

Hinzu kam, dass ich aufgrund eines Beckentrümmerbruches in der langwierigen Rekonvaleszenz eher langsam unterwegs war, und so –unbeabsichtigt!!- Mashas Bedürfnissen selbstverständlich sehr weit entgegen kam. Und sie natürlich den meinen, denn ihr altern und meine Behinderung ergänzten sich wunderbar!





  


Ausgedehnte Wanderungen fielen für lange Zeit flach, dafür konnte ich die Segnungen eines gut erzogenen Hundes genießen, der ohne Leine viele Freiheiten genoss, auf Pfiff zurückkam und durchaus auf Ansage den gefundenen Pizzarest ausspuckte. Es war einfach schön, in dieser Situation die Früchte ernten zu können, die ich in mühseliger Kleinarbeit gesät hatte und von denen ich oft überzeugt war, niemals einen Erfolg für meine Mühen zu sehen. Die Kommunikation konnte und kann sich auf kleine und große Gesten, gerunzelte Augenbrauen und wenige Ansagen beschränken, denn genau wie ich sie, kennt die Kröte mich! Und durch viele ritualisierte und verinnerlichte Verhaltensweisen und Verhaltensmuster reagiert sie (reagiere ich) entsprechend vorhersehbar. Sie weiß, was ich erwarte und von ihr will.

 

 



















Wobei ich es, ehrlich gesagt, oftmals auch sehr charmant finde, wenn sie sie sich quasi antizyklisch verhält. Dann muss ich innerlich grinsen, weil sie letztendlich doch ganz einfach ein Hund und sich selbst treu geblieben ist! Wir sind über die gemeinsamen Jahre ein sehr gut eingespieltes Team geworden und geblieben, finde ich.

     

Bis sie irgendwann anfing, mir ganz gehörig auf die Nerven zu gehen: sie machte beim Spaziergang nur noch, was ihr in den Sinn kam. Kam nicht mehr wenn ich sie rief, ließ nichts mehr aus dem Fang. Ich konnte rufen, pfeifen so viel ich wollte, sie war ignorant wie Hulle. Und Hinterherrennen war, im Gegensatz zu früher, nun mal keine wirkliche Option für mich.
Irgendwann war ich kurz davor, sie im Mittelmeer zu versenken, weil sie (Vorsaison) quasi ungebremst über unseren heimischen (leeren!) Campingplatz trabte, schnupperte, fraß und alle möglichen Unsäglichkeiten ausbuddelte. Und mich völlig und zu 100 Prozent ignorierte. Nachdem ich mich beruhigt hatte, habe ich mir ihr Verhalten vergegenwärtigt und festgestellt: das ist doch nicht normal, oder? Sie kam doch immer wenn ich rief, und auf Pfiff sowieso. Nicht immer angeflogen, aber ohne nennenswerte Verzögerung! Und wenn sie mich sieht und ich rufe, kommt sie!

Also haben wir mal hinter ihrem Rücken ein paar kleine Geräuschtests gemacht und siehe da: sie war sehr schwerhörig geworden! Die Pfeife hatte ausgedient, und zu rufen brauchte ich auch nicht mehr: sie hörte mich einfach nicht.
Mein Testbefund wurde zuhause vom Tierarzt bestätigt, mittlerweile ist Masha völlig taub, von hinten angesprochen kommt keine Reaktion mehr. So merkwürdig es klingt, aber es hat mich eher beruhigt als aufgeregt, denn –für mich- war klar, dass ich damit gut würde umgehen können, weitaus besser, als wenn ein hirnorganischer Prozess diese Verhaltensänderung ausgelöst hätte.

Das liest sich nun sehr lässig, aber es war ein Lernprozess für mich und stellt mich immer noch auch mal vor neue Herausforderungen. Ohne Leine in der Nähe der Straße Gassi gehen, ist völlig out. Sie hört ja nicht, wenn ich „HALT“ rufe, sondern trabt munter weiter. Aber auch im Gelände, im Wald oder im Park usw. muss ich sehr viel aufmerksamer, wachsamer sein und die Gegend auf potentielle Gefahren hin abchecken.
Ich kann sie nicht per Rufzeichen vor Gefahrensituationen beschützen. Was ihr ja nun gar nicht passt, denn sie war schon immer eine überwiegende Freiläuferin gewesen, und jetzt vermehrt an die Leine zu müssen, gefällt ihr überhaupt nicht. Dann schleicht sie hinter mir her, als wolle ich sie zur Schlachtbank führen. Was wiederum mich außerordentlich nervt, aber naja, das müssen wir halt in Kauf nehmen.

Und zuhause habe ich schon des Öfteren mal vorsichtig nachgeschaut ob sie noch atmet weil sie nicht prompt ankam, wenn ich zu kochen anfing.

 

Das heißt auch, dass sehr vieles von dem, was wir uns im Bereich Gehorsam über die Jahre erarbeitet haben, plötzlich hinfällig geworden ist. Masha lebte ihr Leben ganz normal weiter, aber ich musste umlernen und mir Alternativen ausdenken, schließlich: Rufen und Pfeifen zwecklos. Als noch ein Rest an Gehör da war, habe ich laut hinter ihr her gerufen (um nicht zu sagen: gekrischen). Inzwischen weiß ich, dass das völlig nutzlos ist und habe mich auf Handzeichen verlegt. Große Gesten sind dann angesagt, wenn sie mich sehen bzw. sie sich an mir orientieren soll, denn mittlerweile ist auch das Sehvermögen in der Dämmerung/ Dunkelheit etwas beeinträchtigt. Natürlich trägt sie ein Leuchtie oder einen Leuchtring, aber das nutzt ja oft auch nix, wenn unbeleuchtete Radfahrer unseren Weg kreuzen.  Ich komme mir beim Gestikulieren vor wie ein Flugzeugträger, auf dem sie zur Landung eingewiesen wird.


    










Ähnliches habe ich kürzlich auch von einem Bekannten gehört, dessen 17jährige Terrierhündin fast blind und völlig taub ist. Er klatscht in ihrer Nähe kräftig in die Hände, weil sie anscheinend auf die bewegte Luft reagiert. Und Gassi wird grundsätzlich mit Beleuchtung gegangen, damit sie schemenhaft ihre Umgebung erkennt. 

Früher habe ich mit ihr Dummyarbeit gemacht, aber nach einer schwerwiegenden Erkrankung im Alter von 7 Jahren damit aufgehört, was ich sehr schade fand denn sie hat vorzüglich gearbeitet, später haben wir irgendwie den Anschluss nicht mehr gefunden.
Ich lege ihr bei Spaziergängen gerne ein paar Mal ein kleines Dummy oder ihr Bällchen aus und schicke sie, sie findet es absolut klasse wieder mal apportieren zu dürfen.
Ich denke dass es wichtig ist auch die grauen Zellen anzuregen, die kognitiven
Fähigkeiten immer weiter zu fördern bzw. abzurufen.

Auch hier ist die individuelle Geschichte von Bedeutung, denn ein Hund der über die Jahre gearbeitet hat, will und wird sicherlich im Alter ganz anders beschäftigt werden.
Masha ist immer wieder auch mit neuen Reizen, neuen Landschaften und Gegebenheiten konfrontiert, mit denen sie sich auseinandersetzen muss. Gerade im Alter, wenn die körperlich Fitness nachlässt ist die geistige Beschäftigung/ Anregung von unschätzbarem Wert, finde ich. Und sei es nur, um ihr zu einem tiefen, erholsamen Nachtschlaf und einem ausgeglichenen Gemüt zu verhelfen.



Ich habe für uns das ganz einfache Credo: so viel Ruhe wie nötig, soviel Beschäftigung wie möglich! Und ich bemühe mich natürlich, Überforderungen möglichst zu vermeiden. Aber ich achte schon auch darauf dass sie läuft, damit die Muskulatur nicht abbaut oder die Gelenke zu versteifen beginnen.

 

Ich denke manchmal, das Schlimmste was wir dem Labrador antun können ist, das Alter und das, was nicht mehr möglich ist, in den Fokus unserer Aufmerksamkeit zu stellen, und nicht die vorhandenen Fähigkeiten wahrzunehmen, zu fördern und zu fordern!  

Ausgesprochen informativ für uns Teilnehmer war deshalb auch das Seminar „Graue Schnauzen“ von Frau Dr. Christine Blendinger und ihren beiden Arzthelferinnen/ Physiotherapeutinnen auf dem Roßhof, das ich mit Masha besucht habe.


 

 




   


Es war ein sehr gelungener Wechsel zwischen theoretischem Input über das Thema „altern beim Hund“, und den Anleitungen zu aktiven, körperlichen Übungen, kleinen Massage- und Entspannungstechniken usw.

Aber auch Hinweise darauf, welche Medikamente bei welchen altersbedingten Problemen unter Umständen gute Wirkungen erzielen, wurden gegeben.

In der Praxis Blendinger gibt es seither eine Motivations- bzw. Mobilitätsgruppe für ältere/ alte Hunde die sich regelmäßig trifft und den Seniorinnen und Senioren (und deren Besitzern) viel Spaß macht. Gemeinsam etwas altersgerecht tun ist, wie ich finde, sehr hilfreich in diesem Prozess der Wandels!

Ich denke, dass oftmals die Züchter oder die Ansprechpartner in den Regionalgruppen des LCD ganz sicher über solche Angebote in ihrer Region informiert sind. Natürlich bieten nicht nur Tierärzte sondern auch Tierheilpraktiker oder Tierphysiotherapeuten solche Kurse/ Gruppen an. Nachfragen lohnt sich also in jedem Fall!!






     


Ich war vor einiger Zeit zum Fotografieren beim Seminar „Beschäftigungsmöglichkeiten für Retriever“ mit Silke Vondey im Knüllgebirge. Für unsere speziellen Bedürfnisse war ganz besonders das Hineinschnuppern ins Mantrailing für mich und Masha sehr toll und informativ (hat sie super gemacht, und getrailt ist sie flott wie ein Häschen), denn an ihren typischen Nasenfähigkeiten hat sich ja nichts geändert.

 

 

 
















Mantrailing ist eine Möglichkeit des Trainings, die relativ Alters- und Gesundheitsunabhängig ist (wenn man es nicht als quasi Wettkampf oder professionell betreiben will, natürlich).
Aber auch bei den örtlichen LCD Landesverbänden werden „Dummy Beschäftigungsgruppen“ angeboten, möglicherweise kann hier das Angebot noch ausgebaut werden wenn das Interesse steigt, denn ein arbeitender Hund altert anders und hat andere Ansprüche an Beschäftigung im Alter, als ein kleiner Couchpotatoe.

 

Masha vertrug irgendwann die Wärme im Urlaub nicht mehr so gut. Also haben wir unsere Aktivitäten am Urlaubsort auf andere Zeiten verlegt, für mich eine teils ganz neue Erfahrung weil ich unser Urlaubsland noch einmal ganz anders und neu kennenlernte. Und neue  Urlaubsziele haben wir kennen gelernt, die wir beide inzwischen sehr lieben!

Fürs Bad im Meer habe ich sicherheitshalber eine knallgelbe Rettungsweste gekauft. Obwohl sie bei einer etwas größeren Dünung am Mittelmeer nicht mehr ins Wasser geht, kommen am Atlantik bei auflaufender Flut doch auch mal unversehens Wellen, und sie hätte womöglich nicht mehr die Kraft dafür gegen sie anzuschwimmen. Aber: da sie gegen die Sonne schlechter sieht, verliert sie mich schneller aus den Augen als früher, wenn ich raus schwimme. Und aus Angst mich zu verlieren geht sie tatsächlich ins Meer und schwimmt mir nach. Also schwimme ich nun in guter Sichtweite quer hin und her, damit das Risiko minimiert wird, sie sitzt am Strand und lässt sich nicht ablenken und bewacht meine Künste!

Na ja, und ohne Bällchen geht es allerdings nach wie vor nicht: das muss dann doch immer wieder mal aus den Fluten gerettet werden!



 

 




   



Überhaupt tritt zunehmend ein fürsorglicher Aspekt in den Vordergrund der Beziehung, ähnlich wie beim Welpen und dennoch anders, dem Alter und dem Wissen um die körperlichen Einschränkungen und die Endlichkeit geschuldet. Das beginnt bei ganz banalen Fragen wie: Wie time ich die Gassigänge und die Fütterung, ist das Futter noch richtig? Was kann ich ihr zumuten und was geht nicht mehr? Wohin fahren wir in den Urlaub? Ist die Wohnung altersgerecht? Stimmt das Gewicht? Welche Strecken kann sie noch zu Fuß gehen?

 

Wobei letzteres Thema zumindest für mich ein sehr sensibles ist! Ich war schon immer und bin wieder ein schneller Geher und ein ausgewiesener Langstreckenläufer, während Masha eindeutig Sprinterqualitäten hat! Das war mir zwar schon immer klar, aber es war nie ein besonderes Problem, etwas nervig manchmal, aber okay.

Nun, mit ihren 14 Jahren, kommt das aber ausgeprägter zum Tragen. Nicht nur begrüßt sie jeden Grashalm mit Handschlag, beschnüffelt jede Blume zu 100% genau.
Zwischendurch ein kurzer orientierender Blick … wo ist die Alte?? Ach da! … und weiter geht’s im Schnüffeltext. Da lässt sie sich kaum beirren. Und dann kommt sie fröhlich angerauscht, um den Anschluss nicht zu verlieren. Bei weitem keine großen Strecken, weil ich ja nur gemächlich weiter gegangen/ getrödelt bin, aber natürlich kostet sie der Spurt Kraft, die ihr am Ende manchmal fehlt. Sowieso werden auch die zurückgelegten Strecken kürzer, dafür dauern sie nun länger! Und da ich wirklich nur noch „Gassi stand“ bzw. sie irgendwie dekorativ bewachte, habe ich auf den Fahrradanhänger zurückgegriffen, den ich auch als Jogger benutzen kann, und bin wirklich sehr zufrieden mit der Entscheidung, sie ein paarmal pro Woche streckenweise zu schieben. Wir fahren/ schieben zuhause los, und im Gelände darf sie raus und ihren vielfältigen interessanten Geschäften nachgehen. Jetzt ist es keine große Sache mehr auch langsam zu trödeln, weil alleine die Tatsache insg. fast 40kg über eine längere Strecke schieben zu müssen, mir schon beim drandenken den Schweiß auf die Stirn treibt.

Aber im Ernst: es ist ein tolles Gefühl, wieder flott unterwegs sein zu können, und sei es auch nur drei oder vier Mal in der Woche. Es hat allerdings schon auch Überwindung gekostet den „Kinderwagen“ zu schieben und ich war unsicher und hatte Bammel, ob wir ausgelacht würden! Aber das hat sich als unbegründet erwiesen, das Gegenteil ist der Fall.
Wir laufen eine schöne große Runde, nicht in Olympiazeit natürlich, aber das Gefühl in schneller Bewegung zu sein und dabei unsere Bedürfnisse gerecht zu befriedigen, ist klasse.

Und natürlich hängt die Kutsche bei Bedarf immer auch am Fahrrad!




Mashas Ruhebedürfnis ist viel ausgeprägter geworden.

 

 














Früher „ruhte“ sie, schlief mit einem Auge und bekam trotzdem genau mit, was um sie herum geschah. Da aber die Ohren als Sinnesorgane ausfallen, fallen auch akustische Reize weg, und ihr Tagesschlaf ist sehr viel tiefer geworden. Und geruht wird, wo immer sie es gerade nötig hat!! atürlich kommt man nicht umhin, sich über die Anschaffung diverser Hilfsmittel Gedanken zu machen. Dank I-net hat man ja inzwischen einen guten Zugriff auf die Angebote, die auf dem Markt sind. Nur als Beispiel: Einstiegshilfen für das Auto, Bauchhaltegurte die das Treppensteigen unterstützen. Manche nutzen kleine Nachtlichter für den Hund zur besseren Orientierung, und es gibt Hilfsmittel für inkontinente Hunde.


Schwimmwesten dienen der Sicherheit für diese ausgesprochenen Wasserraten. Aber auch hier stehen die individuellen Bedürfnisse und Gegebenheiten von Hund und Mensch im Vordergrund und machen unterschiedliche Lösungen notwendig.

Seitdem ich weiß, dass ihre Halswirbelsäule eine Schwachstelle ist, trägt sie ein Geschirr, um den Zug auf diesen empfindlichen Bereich zu vermeiden. Und dank des „Henkels“ kann ich sie immer mal schnell einfangen. Oder mit dem Stock aus einem korsischen Froschkanal retten, in den sie mit Vorliebe dort springt wo das Ufer unterhöhlt ist, und sie an dieser Stelle aber von alleine nicht mehr heraus kommt!


 

 





   


Erwähnen muss ich natürlich die für mich fast wichtigsten Helferlein: Mashas Mäntelchenkollektion. Früher und ganz unerfahren wäre mir nicht im Traum eingefallen, meinem Hund einen Mantel anzuziehen. Inzwischen bin ich bereit, jede Lanze dafür zu brechen, falls erforderlich. Die alt gewordenen Knochen, Muskeln und Gelenke haben einen gewissen Schutz vor den Unbilden des Wetters wie Kälte, Regen und Schnee verdient.





    



Egal ob für unterwegs oder beim Warten müssen im kalten Auto, sie bleibt trocken, muckelig warm und geschützt. Es lässt mich mittlerweile ziemlich kalt wenn ich mal wieder, von Nicht-Hundebesitzern vor allem, angesprochen und quasi von oben herab belächelt werde.
Segensreich finde ich übrigens die Bademäntel, die sehr viel Wasser aufsaugen, und den patschnassen Hund in ca. 20 min. trocknen.

Die Internetseiten der Hundeshops sind voller Angebote, das Nachschauen lohnt sich wirklich!  

Es ist aber auch eine sehr interessante und spannende Zeit, denn ich lerne meinen Hund ja neu und anders kennen! Andererseits  war sie schon immer ein sehr bezogener, zutraulicher, menschenfreundlicher und sehr liebenswerter Hund. Und gerade weil sie so gelassen ist, ist sie ein Hund der sehr oft dabei hilft, Ängste vor einem Hund zu überwinden! Diese Eigenschaften waren schon immer da, sind aber, wie ich finde, noch einmal inniger, deutlicher geworden. 

 

 

 






   



Allerdings bewacht sie mich und unsere Habseligkeiten (vor allem unsere/ ihre Nahrung) im Urlaub durchaus sehr gut und zuverlässig, das muss ich schon sagen.

 

Das Leben mit Masha ist gemächlicher, gemütlicher geworden. Trotzdem ist es von hoher Qualität, voller Freude und ungebrochenem Entdeckerdrang, das schätze ich natürlich sehr an ihr!

     

 






Aber es ist schon auch etwas wehmütiger geworden, unser Leben! Beispielsweise gibt es den verfressenen Labrador, der aus dem Koma erwachte sobald es raschelte, nicht mehr: Ich muss sie zum Futter herwinken, wenn sie nicht mitbekommen hat (was aber selten vorkommt!!), dass sie gefüttert werden soll. Und nicht immer schiebt sich eine kleine schwarze Nase unterm Arm zum Kühlschrank rein um zu schauen, was es denn da Leckeres gibt. Andererseits gibt sie deutlich zu verstehen, dass jetzt die Zeit gekommen ist, wo man mal was fressen könnte. Eine Eigenheit, die sie mit ihrer 11-jährigen Tochter Noir teilt die auch sehr deutlich signalisiert, dass man jetzt mal ein Hüngerchen hätte!

   

Apropos Fressen: ich hätte nicht für möglich gehalten, dass sie sich steigern kann!
Sie kennt mich ja nun auch in- und auswendig, und sie klaut hemmungslos wenn sie merkt, dass ich nicht aufpasse, abgelenkt oder vergesslich bin. Sie frisst was ihr vor die Lefzen kommt und das ist ein Punkt, der mir wirklich auch die Zornesröte ins Gesicht treiben kann. Und ich meine hier alles was sich findet (oder klauen lässt!!), und jeden Dreck sowieso.

Bei Masha wurde es in den letzten beiden Jahren nachweislich schlimmer mit der Fresserei. Und der hemmungslosen Klauerei auch!


 




     



Was ich sehr schön finde, ist dass die über die Jahre gewachsene Beziehung stabil und  tragfähig ist. Ich kenne sie und ihre Eigenheiten, und kann mich zu 100% auf sie verlassen. Und auch darauf, worauf ich mich nicht verlassen kann, kann ich mich verlassen. Sie ist noch gelassener im Umgang mit Situationen, Mensch und Tier geworden, getreu dem Motto „kenne ich schon, irritiert mich nicht“! Natürlich bereitet sie mir immer mal wieder Überraschungsmomente und Aha-Erlebnisse, aber diese werden in altbekannter Manier gemeistert, weil ich ja auf einen reichen Erfahrungsschatz mit ihr zurückgreifen kann.

 

Trotzdem war für mich der Gedanke, sie aufgrund meiner Behinderung nicht mehr links führen zu können, ein riesiges Problem, das mir große Sorgen gemacht hat. Verschärft wurde das ganze dadurch, dass ich ja einige Zeit mit zwei Gehstützen laufen musste. Als sie nach sechs Monaten (!) wieder zu mir zurückkommen sollte, „Rückübergabe“ war bei einem Trainingsseminar, habe ich Masha und eine Krücke Dirk Siekmann in die Hand gedrückt mit der Bitte mir zu helfen, weil ich voller Angst war, dass das nicht klappen würde.
Er lief ein paar Minuten mit hier hin und her, kam zurück und meinte, die Hündin hätte überhaupt kein Problem damit rechts zu laufen und auch die Krücke irritiere sie nicht auffällig, ich solle ruhig mal meine Angst überwinden!

Gesagt, getan und es dauerte wirklich nicht lange und es war für mich kein Thema mehr.
Damals war sie fast 12 und ich weiß natürlich nicht, wie es gewesen wäre, wenn sie nicht so viel Lebenserfahrung gehabt hätte oder jung und überschäumender gewesen wäre.
Nebenbei bemerkt: die obligatorischen 3x täglichen Gassirunden inkl. Treppensteigen waren eine große Herausforderung für mich, aber ein hervorragendes Training mit Masha als meiner Schrittmacherin!
Ich hoffe es und wünsche mir sehr, dass meine OmiMomi noch sehr lange fröhlich und gesund und mir erhalten bleibt. Ein Wunsch, den sicher sehr viele Seniorbesitzer für ihren Hund teilen, denke ich.

Unerwähnt gelassen, weil es mich nur indirekt betrifft und ich deshalb wenig dazu sagen kann, habe ich natürlich das Zusammenleben mit einem alten und kranken Hund.
Dennoch: Ich finde es immer wieder sehr beeindruckend, mit welcher Fürsorge, Liebe, Aufmerksamkeit und persönlichem Einsatz sich die allermeisten Hundebesitzer um ihren alten, kranken, gebrechlichen und/ oder dementen Hund kümmern! Wir alle wissen ja nur zu gut, welche Belastungen, auch finanzieller Art, unter Umständen da zu stemmen sein können. Und die oftmals an die physische und psychische Substanz gehende Begleitung und den unausweichlichen Schritt des Loslassens eines solchen geliebten Hundes, kann ich nur voller Respekt für die Besitzer erwähnen!

                

Also Fazit“ (schrieb eine Freundin): „Das Leben mit Hund ist toll, egal in welchem Alter!

Nelson haben wir seit dem er Welpe ist, das war anstrengend aber auch toll als er klein war.
Eigentlich ist es eher bei mir so dass ich ab und zu Angst habe und mich frage wieviel Zeit uns noch bleibt und immer wenn ich in FB Nachrichten von anderen Hunden lese die über die Regenbogenbrücke gegangen sind habe ich immer Tränen in den Augen und einen Kloß im Hals ... Dann muss ich meine beiden mal extra kuscheln...“




 

 

 

 

Mit Tochter Noir




   


Mehr gibt es nun eigentlich nicht mehr zu sagen,

   

deshalb grüßen wir beide Sie ganz herzlich,

           

Masha und Gabriele Heusel                            

 


Update 07.04.2015     

  

 

*1. Darmstädter Dummyseminar* 28./ 29.04.2015
mit Andrea Rüter und Dirk Siekmann

 

Immer wieder einmal hatte es den Wunsch gegeben, mal „richtig“ arbeiten und trainieren zu können, also ohne Aufbauarbeit und auf einem möglichst homogenen und anspruchsvollen Leistungsniveau. So ist dieses Seminar entstanden, dass es ausgerechnet in Darmstadt stattgefunden hat, ist letztlich der Not des Geländemangels geschuldet. Aber diese Notlösung entpuppte sich am Ende als Glücksfall für die ganze Trainingsgruppe!

 

 

 

Gemeldet  waren 11 Teams und vertreten war deshalb eine sehr schöne Retrievermischung:  ein Chesapeake Bay Retriever, 7Labrador und 2 Golden Retriever  -Arbeitslinien und Standard-, ein schöner schwarzer Flat Coated Retriever  und: ein Mashale!
Sie war mit ihren nunmehr 13 Jahren LabradorOmiMomiKönigin des Tages und der
  Herzen  sowieso, ganz klar!  


Queen mit Hofdamen



Am Samstagmorgen trafen sich dieTeilnehmer im Frühstücksraum des Hotels zur obligatorischen Begrüßungs- und Vorstellungsrunde.

Die meisten der anwesenden Personen waren überzeugte „Wiederholungstäter“, kannten sich untereinander und die neuen Gesichter in der Runde wurden in der lockeren Atmosphäre schnell integriert, jeder konnte sich, seinen Hund und seine Baustellen ohne Scheu vorstellen.

Zentral wichtig war dass dieTeilnehmer darauf hingewiesen wurden, dass ihnen an diesen beiden Tagen kein für sie unpassender Führungsstil aufgezwungen werden würde, sondern sie immer und jederzeit die Möglichkeit haben würden, ihr Veto einzulegen! Es wurden Denkansätze und Tipps geben aus denen sich jeder das für ihn selbst passende heraus ziehen kann ...oder auch nicht.

 

 

 

 

Denn der Hundeführer bestimmt am Ende selbst, was/ wie er arbeitet, letztlich kennt er seinen Hund am besten! Bereits hier wurden die Teilnehmer ermutigt darauf zu achten, wo mögliche Schwierigkeiten liegen könnten. Mit Augenmerk auf der Frage: Auf welche unerwünschten Ideen könnte mein Hund kommen!? Und, daraus folgend, wie kann ich dem Hund helfen, die Aufgabe erfolgreich zu lösen? Die Situation anders als er sie plant, in meinem Sinne nämlich, verändern.
Die Hundeführer wurden ermutigt, ihren Hund genauer zu beobachten um frühzeitig Hilfestellungen geben zu können.

 

   

 

 

Das unweit vom Hotel gelegene Revier selbst eröffnete einen sehr gelungenen Mix aus ganz unterschiedlichen Vegetationen in einem weitläufigem Gelände, das von Wiesen bis hüfthohem "Rough", einem kleinen, munteren Bachlauf und angrenzendem Wald Abwechslungsreichtum versprach und es ermöglichte, in nahezu jeder benötigten Kombination die Schwierigkeiten zu variieren und anzupassen.

Als Einstieg zur Gruppeneinteilung wurde allen Teams die gleiche Aufgabe gestellt,eine Kombination aus Freifolge, einer Markierung und einem Voran. Bereits hier wurde dem Hundeführer ein erstes Feedback zu dem Gesehenen gegeben. Zu den „Baustellen“ ebenso wie zur Handhabung bzw. zum Teamwork und zur Ausführung.

 

Es war beeindruckend das eingespielten Team Rüter & Siekmann zu beobachten und zu sehen, wie einerseits Dirk die einzelnen Teams durch die Aufgabe führte und, parallel dazu, Andrea andererseits die Szene beobachtete und für die wartenden Teilnehmer analysierte und kommentierte und erste Korrekturmöglichkeiten andachte.

 

 

 

 

Nach kurzer Absprache zwischen den Trainern wurden die Gruppen eingeteilt, diese verteilten sich im Gelände und los ging es.
In Dirks Gruppe wurden im Anschluss an die Einstiegsaufgabe Markierungen in unterschiedlichen Variationen und Entfernungen gearbeitet, weiter ging es mit dem Aufbau verschiedener Vertrauenspunkte im Wald, hinter einem dichten Schilfbewuchs am Bach und auf der Wiese.

Diese wurden im weiteren Verlauf unterschiedlich kombiniert und immer wieder durch Veränderung der Entfernung und des Ausgangspunktes erschwert.   

 

 

 

 

 

Die ausgelegten Dummys wurden beschossen, die Entfernung wurde step-by-step verlängert – und die Verleitung „Bach“ war immer präsent. Gleichzeitig wurden über beide Tage die Winkel verändert und diverse (externe) Verleitungen kamen hinzu.
Gemeint sind also nicht nur Verleitungen bspw. während des Zurückbringens, sondern Spaziergänger mit und ohne Hund und/ oder Nordic Walker die durch die Aufgaben liefen oder auch mal der eine oder andere Radfahrer.

In Andreas Gruppe waren diese Einflüsse von außen geringer, sie hatte sich „weitab vom Schuss“ ihr Gelände gesucht, hierher verirrten sich nur selten mal Spaziergänger!  

 

 

 

 

Der kleine, mäandrierende Bach mit seinem unterschiedlichen Bewuchs hatte es allen angetan: Den Menschen und den Hunden sowieso, und die Überquerung durch die Trainerin war auch mal ereignisreich! Andrea Rüter hatte diejenigen Teams übernommen die zwar bereits deutlich Fortgeschritten, aber dennoch am Anfang der Arbeit standen bzw.diejenigen Teams, die mangels Gelegenheit nur unregelmäßig trainieren können. Sie beweist viel Einfühlungsvermögen und hat die Fähigkeit, das was sie sieht sehr gezielt auf den Punkt zu bringen und mit Hinweisen verknüpft zuerläutern, sagte eine der Teilnehmerinnen.

 

 

 

 

 Zentrale Punkte in der Arbeit waren bei ihr:

- Markierung über hohen Bewuchs;
- Treiben über Wasser;
- Voran/ freie Suche;
- Markierung über Wasser mit Geländewechsel;
- Merkfähigkeit/ Memory;
- Handlingfragen/ -probleme;
- Fußarbeit in allen Variationen;
- zunehmend weitere Entfernungen aus der Line;
- und das A&O: immer wieder die Schulung von Führer und Hund
  für das gegenseitige Verständnis und natürlich zur Teambildung!
 


In beiden Gruppen wurden Einzelaufgaben, aber auch 2er Team - Aufgaben bzw. auch aus der Line gearbeitet. Dirk und auch Andrea verstanden es ausgezeichnet, sich immer wieder auf jedes einzelne Team einzustellen, es zu fördern und zu motivieren. Die einzelnen Aufgaben zu beschreiben würde hier allerdings den Rahmen sprengen.   

 

 

 

 

Auch wenn der ursprüngliche Plan für Sonntag ein großes Waldrevier vorsah entschloss man sich, auch den zweiten Tag in diesem Revier zu arbeiten, um die aufgebauten Vertrauenspunkte und die örtlichen Gegebenheiten nutzen zu können.

Nach einer kurzen Nacht (a. wegender Zeitumstellung, b. wegen des guten Italieners) ging es am Morgen des zweiten Tages bei schlechtem, durchgängig stürmisch -kaltem Regenwetter weiter.
In beiden Gruppen wurde auf den Ergebnissen des Vortages aufgebaut, aber auch in Dirks F/ O - Gruppe musste mal zwei Schritte zurückgegangen werden, bevor die Schwierigkeiten wieder gesteigert werden konnten.

 

 

 

 

 

Auch bei Andrea wurden die Aufgaben schrittweise aufgebaut, es wurde immer dazu erklärt, warum wird was von ihr wie gemacht, welche zielführende Überlegung steckt dahinter. Gerade für „Anfänger“ bzw. unerfahrenere Teilnehmer war das überaus hilfreich und motivierend.
Eine Teilnehmerin meinte, dass ihr besonders auch die kleinen Tipps geholfen und auch schon mal zu einem AHA-Effekt verholfen haben! Nun hofft sie, dass sie diese auch richtig verinnerlicht und verknüpft!

 

Quasi als Fortsetzung zum Vortag gab es am Sonntag eine Suche mit festgelegten Eckpunkten, natürlich in Kombinationen mit Walk Up und einer Markierung.

Natürlich wurde auch der Bach mit seiner Strömung in die Aufgaben eingebaut ... allein das wird manchem Teilnehmer bei der nächsten Entenjagd wohl schon hilfreich sein!!

Allerdings, so die einhellige Meinung, waren die gestellten Aufgaben nicht unbedingt das Entscheidende. Denn wie üblich flogen Dummys und wurden beschossen, wurden geholt und gebracht, wurden die Hunde über alte Fallstellen geschickt, wurden nicht sichtige Fallstellen über den Bach mit weiter Entfernung und Verleitung gearbeitet.  

 

 

 

 

Zentral war vielmehr, dass es in beiden Gruppen für diese beiden Tage einen für die Teilnehmer jeweils klar ersichtlichen roten Faden gab. Fehler/ Auffälligkeiten wurden benannt und verständlich so erklärt, dass man folgen und verstehen konnte und offen für Neues blieb mit dem Wunsch, es beim nächsten Mal besser zu machen.
 

FAZIT  

 

Das Seminar war für Niveau Dummy A, F und O ausgeschrieben, und die Teilnehmer erfüllten diese Kriterien auch. Dennoch gab es natürlich ein gewisses Leistungsgefälle, das bleibt nicht aus.
Aber beide Trainer konnten die Teams individuell einschätzen und die grundsätzlich für alle gleichen Aufgaben durch minimale Änderungen so präsentieren, dass niemand
über- oder unterfordert wird. So war es innerhalb einer Gruppe durchaus möglich, unterschiedliche Leistungsniveaus gleichzeitig zu trainieren. Die Aufgaben wurden nicht schematisch abgearbeitet sondern modifiziert, die Teilnehmer mit den auftretenden Problemen nicht alleine gelassen. Im Gegenteil wurden die Schwachstellen/ Probleme unmittelbar in Angriff genommen. Sie wurden mit dem HF und in der Gruppe offen angesprochen, analysiert und es wurden individuelle Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.
 

 

 

 

 

 

Wie es ein Teilnehmer formulierte: „Alte Hasen“, die mit 100 Jahren Erfahrung in der "O" einen Trainer suchen der ihnen schwierigste Aufgaben stellt und sich ansonsten aber raushält, kämen hier eindeutig nicht auf ihre Kosten.
Wer aber bereit war sich auch mal infrage stellen zu lassen, offen war für Neues, und (ganz wichtig) mit sachlicher, arbeitsbezogener Kritik umgehen konnte, der konnte sehr viel profitieren! An den schon bekannten Baustellen konnte offensiv gearbeitet, neue und wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. Interessant war manchesmal natürlich auch der Hinweis bzw. die Erinnerung daran, dass man u. U. über den guten Anlagen seines Vierbeiners nur allzu leicht aus den Augen verlieren kann, dass man einen jungen, vielfach unerfahrenen Hund an der Leine führt, der nicht zu forciert aufgebaut werden darf. Selbstdisziplin, Gelassenheit und Vertrauen beim Hundeführer sind hier unabdingbar.

 

 

 

 

 

Die einhellige Meinung war, dass Alles in Allem sehr schöne, anspruchsvolle Aufgaben in tollem Gelände mit netten Teilnehmern, bestem (!?!?!) Retrieverwetter unter fachkundiger Anleitung geboten worden war! Ein lehrreiches Wochenende also, kann man sagen.
Ich fand es überaus schade und ärgerlich, dass der Regen am Sonntag kein Erbarmen kannte und bewunderte die Teilnehmer sehr dafür, wie stoisch sie die Unbilden des Wetters ertrugen und dabei gut gelaunt, nass wie die Pudel und durchgefroren arbeiteten, zumal es weit und breit leider keinen Unterstand gab.

 

 

 

WETTER!!!

 

 


Ein paar erfahrene Helfer/ Werfer wären durchaus wünschenswert gewesen, vielleicht beim nächsten Mal?!  

 

Und ja: die Anregungen für das 2.Seminar wurden von mir sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen!

Für die Teamarbeit zu diesem Bericht danke ich den Teilnehmern ganz herzlich.

Er ist eine Co-produktion der Teilnehmer Andrea, Barbara, Frank, Gabi, Madeleine und mir!

 

In diesem Sinne,
herzliche Grüße aus Darmstadt


Gabriele Heusel
(p)fotografien.de

 

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01.10.2014      


Viele Besucher meiner Website kennen ja sicher bereits die Fotos vom "Knüllgebirgsrand" bei den *(p)foto shootings*, die ich beim 2-tägigen Seminar "Beschäftigungsmöglichkeiten für Retriever" aufgenommen habe. Hier also nun der erläuternde Text dazu°!°
 

 

Vielen Dank an Frank Röhrig und Silke Vondey für die sehr freundliche und gute  Zusammenarbeit, und die redaktionelle Überarbeitung!  

 

 

 

 

   

 

 

„Beschäftigungsmöglichkeiten für Retriever“

Infoseminar am Knüllgebirgsrand mit Frank Röhrig und Silke Vondey  

 

Das klingt interessant, dachte ich mir, und machte mich – nach Rücksprache mit Frank Röhrig - am 23. August auf den Weg nach Neukirchen im Schwalm-Eder-Kreis.
Mit an Bord waren –ganz klar- Masha Heusel und die Kamera.
Anlass für das zweitägige Seminar war der Gedanke, insbesondere Ersthundeführern die nicht sicher sind, welche Arbeits-/Beschäftigungsmöglichkeit für sie und ihren Hund die geeignete ist, drei Bereiche sinnvoller und artgerechter Beschäftigungsmöglichkeiten vorzustellen. Vorgestellt wurden –in gut vorbereiteter PowerPoint Präsentation- die beiden für Retriever typischen Arbeitsbereiche Dummyarbeit und jagdlicher Einsatz sowie als interessante Alternative das Mantrailing.

 

Erwartungsvolle Teilnehmerrunde

 

Ganz wichtig waren dabei die Hinweise zu den rassetypischen Besonderheiten der Retriever und die besonderen Anforderungen an jagdlich geführte Hunde bzw. an Mantrailer im Allgemeinen.
10 Teams mit überwiegend sehr jungen Hunden (die Spanne reichte von 6 Monaten bis 11,6 Jahren) hatten sich eingefunden, bis auf eine 6 Monate alte Dogge und einen 2 Jahre alten Berner Sennhund – Mix waren Labradore und Golden Retriever vertreten, alle in der Arbeit unerfahren und mehr oder weniger auf dem Niveau der Grundausbildung.

Nach einer kurzen Einführung und der Gruppeneinteilung sollte der theoretische Input in die Praxis umgesetzt werden.
Die Erwartungshaltung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war groß, denn alle standen genau vor dem Problem: was kann ich sinnvolles mit meinem Hund machen? Damit im Zusammenhang standen auch die Unsicherheiten: was könnte er denn können, was ist gut in meinen Alltag zu integrieren, was kann ich selbst leisten bzw. passt das, was mir gefällt, auch zu meinem Hund? Das Interesse war sehr deutlich, denn jeder hatte natürlich schon von allen Bereichen das ein oder andere gehört und freute sich nun auf gezielte Informationen und darauf, selbst erste praktische Schritte zu unternehmen.

 

Das Hauptaugenmerk der Trainer lag deshalb eindeutig auf der praktischen Arbeit, wobei auch während des Trainings immer wieder (weitere) Theorie vermittelt wurde.
Die beiden eingeteilten Fünfer-Gruppen arbeiteten je einen Tag bei Frank Röhrig und einen Tag bei Silke Vondey. Im Konvoi ging es in´s Revier, wo sich die Wege bis zur Mittagspause trennten.

Jagdlicher Einsatz und Dummyarbeit

 

Im Theorie-Teil hatte Frank Röhrig erläutert, dass sich die Aufgaben in der Dummyarbeit aus bestimmten jagdlichen Situationen ableiten und demonstrierte nun zunächst eine dieser Aufgaben – eine Markierung auf einer Wiese – mit seinem Hund.

 

 

 

 

 

 

Im Anschluss zerlegte der den Ablauf der Aufgabe sozusagen in seine einzelnen Bestandteile, um diese dann ebenfalls mit seinem Hund zur Erläuterung vorzustellen. D. h., von der Ausgangsstellung bis zum Apport und der Abgabe des Dummys wurden die einzelnen Schritte in ihrem Ablauf praktisch vorgeführt, um im nächsten Schritt die hierfür erforderlichen Fähigkeiten/Eigenschaften des Hundes, wie z.B. korrekte Fußarbeit, Steadiness, die sichere Aufnahme des Dummys und vieles mehr zu erläutern.

Der nächste Teil beschäftigte sich dann damit zu vermitteln, wie die ersten Schritte in der Ausbildung eines noch „ungeschliffenen“ und unerfahren Hundes aussehen können. Hier konnten dieTeilnehmerinnen und Teilnehmer nun unter individueller Anleitung mit ihren eigenen Hunden üben.  

 

 

 

 

 

Und das war gar nicht so einfach, weil so kleine Hunde ja nun schon auch ihre eigenen Vorstellungen vom Leben auf dieser schönen Wiese hatten! Dagegen war es für die Teilnehmer erleichternd und deshalb wichtig zu sehen, dass sie mit ihren Problem nicht alleine standen, sondern dass es den Anderen nicht besser ging und dass sie alle als Anfänger mit sehr ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Durch die klein gehaltenen Gruppen war es möglich, gezielt auf die individuellen Unterschiede der Hunde einzugehen und jedem Führer spezielleTipps für seinen Hund an die Hand geben zu können.

Diese Methodik hat Frank in der Demonstration auf alle in einer Dummy A-Prüfung vorkommenden Aufgabenstellungen angewandt. Ergänzt wurde das Training der Retriever noch durch einen ersten Kontakt mit Wild, falls Teilnehmer mit jagdlichen Ambitionen dies wünschten. So bekamen alle Hundeführer eine sehr gute Vorstellung von der Dummyarbeit bzw. einem Einsatz als Jagdhund und dem Weg dorthin.  

 

 

 


 

Mantrailing

 

Mantrailing bezeichnet eine Form der Personensuche. Anhand eines Geruchsträgers wird der Individualgeruch aufgenommen und die Geruchsspur des Menschen verfolgt. Eingesetzt werden ausgebildete Hunde in der Rettungshundearbeit in unterschiedlichen Situationen. Durch die intensiveZusammenarbeit des Mensch-Hund-Teams wird eine enge Bindung gefördert, zudem lastet es den Hund gerade auch im Freizeitbereich sowohl geistig wie auch körperlich aus. Wichtig ist ein gut durchdachter Trainingsaufbau unter fachkundiger Anleitung, um den Hund nicht zu über- oder zu unterfordern.

 

 

Handwerkszeug eines Mantrailers!  

 

 

 

 

 

Mit ihrem voll ausgebildeten Mantrailer Gibbs demonstriert Silke Vondey den Ablauf, in der rechten Hand die Tüte mit dem Geruchsträger.  

 

 

 

 

 Die Trails waren natürlich kurz gehalten. Am Vormittag, als es um die allerersten Schritte ging, war die Versteckperson sichtig am Rande des Weges positioniert. Im Fokus stand das Vermitteln der „praktischen Theorie“, d.h. der Hinweis auf eine langsame, aber kontinuierliche Steigerung der Anforderungen. Geübt wurden der Kontakt mit dem Geruchsträger, das ritualisierte Umschnallen der Leine von Halsung auf Geschirr als Signal für „Arbeit“ in Verbindung mit einem immer gleichen Wort, bspw. Trail oder Go! Das Anreizen bzw. die Triebsteigerung, das quasi Übergeben der Führung an den Hund, Leinenhandling (für Anfänger!), das Führen ohne zu behindern, und: wie schnell bin ich ohne den Hund zu überlaufen.

Antrailen
, d. h., der Hund wird mit dem Geruchsträger (braune Jacke) bekannt gemacht. Verstärkt wird der Reiz durch die berühmte Leberwursttube.

 

 

 

 

 

Der Hund nimmt die Geruchsspur auf

 

 

 

 

Am Nachmittag waren die Trails (individuell unterschiedlich) etwas länger. Weil alle Hunde sehr gut gearbeitet und gutes Potential gezeigt hatten und man die Anforderungen etwas steigern konnte, war auch die Versteckperson außer Sicht, d.h. 2 bis 3 Schritte im Unterholz versteckt.  

 

 

Er verfolgt sie zielstrebig  

 

 

 

 

 

Und er findet die Versteckperson punktgenau!

 

 

 

 

 

Ganz wichtig und unerlässlich ist die ausgiebige verbale und materielle Belohnung!
Aber das war nun wirklich gar kein Problem, weil sich alle Versteckpersonen und Hundeführer wirklich sehr über die Leistungen ihres Vierbeiners freuten.

Für mich interessant  zu beobachten war, wie individuell unterschiedlich die einzelnen anwesenden Hunde doch waren. Eine schöne Gemeinsamkeit hatten sie allerdings: es waren ausnahmslos unglaublich freundliche und liebenswerte Vertreterinnen und Vertreter ihrer jeweiligen Rasse anwesend, was natürlich auch zu einer sehr entspannten Atmosphäre beitrug.
Wenn sich auch der eine oder andere Hundeführer mehr Enthusiasmus und Eifer seines Hundes beim ersten Kontakt mit einem Dummy gewünscht hätte, zeigte sich nun der positive Effekt, dass mit zwei Trainern für unterschiedliche Bereiche gearbeitet wurde. Alle Hunde kamen beim Mantrailing zum Erfolg und es war schon berührend zu sehen, wie die Hunde und ihre Führer sehr eindrückliche Erfolgserlebnisse hatten, die so manchen durchaus überraschten.

Die Resonanz auf dieses 2-Tageseminar mit 2 Trainern für 3 Arbeitsbereiche war durchweg positiv. Alle waren der Meinung, dass es ein gutes und hilfreiches Angebot sei, um etwas umfassender über Beschäftigungsmöglichkeiten informiert zu werden. Hilfreich allemal auch bei der Überlegung: ist das wirklich etwas für mich, kann ich mir diese Form der Arbeit mit meinem Hund vorstellen?
Bleibt noch zu sagen, dass natürlich auch Masha mit ihren 12,6 Jahren ihrenTrail gelaufen ist! Sie hört ja nicht mehr so gut und auch die Augen sind nicht mehr die allerbesten, aber die Nase!! 12, 6 Jahre Nasentraining nach Fressbarem und dann antrailen mit Leberwursttube und Jacke als Geruchsträger! Wir hätten uns denken können, dass das alte Mädel wie der junge Wind getrailt ist und –ganz klar- die Versteckperson gefunden hat!
 

 

 

 

 

Es zeigte mir, dass Mantrailing tatsächlich auch alte und nicht mehr ganz gesunde Hunde als artgerechte, sinnvolle Beschäftigung mit ihren Menschen betreiben und ihren Spaß und ihre Erfolgserlebnisse haben können.

Es hat mir sehr viel Freude gemacht, dieses spannende Seminar mit der Kamera begleiten, neue und sehr nette Menschen und eine wunderschöne Landschaft kennenlernen zu dürfen!  

 

Wir grüßen in diesem Sinne sehr herzlich,

Masha, die MantrailerOmiMomi vom Knüllgebirgsrand, und i(I)hre Gabriele Heusel

 

 

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 Update 20.03.2014

 

Masha und ich waren im schönen "Chur Franken", auf dem Roßhof in Großheubach! Großheubach liegt  lieblichen Maintal, und gehört zu Bayern und Spessart (Unterfranken).  

Obwohl Luftlinie nur ca 15 km südwestlich (ursprünglich) beheimatet, kenne ich diese Mainseite tatsächlich nicht gut und was soll ich sagen: es ist einfach schön dort!  

Der Roßhof liegt auf einem Hochplateau, man hat herrliche Ausblicke, klare Luft und: Einsamkeit, Ruhe und sehr viel Weite!
Und leckerstes Essen! Die Wildschweinbratwürste waren einfach eine Wucht, der Apfelweinkuchen ein Genuss und zur hausmacher Schlagsahne ... sage ich gar nix!!!
Masha hat es auch gefallen, sie mußte ich aus der Küche holen! Aber eigentlich kann ich es ihr nicht verdenken!!!

Zu Großheubach gehört das Kloster Engelberg mit der (berechtigten?) Frage:
Ambros, host Du de Kabbuziener am Boart g`hobt????

Die historischen Städte Miltenberg und Amorbach liegen nicht weit entfernt!
Von den Roßhöfer Höhen kann man dem Kloster (sinnbildlich, versteht sich) sozusagen auf den Kopf spucken, so hoch sind sie gelegen! Die Ansicht von ganz oben ist wirklich sehr sehenswert.

 

Aus dem Rhein-Main-Gebiet ist man in ca. einer Stunde vor Ort, und auch über die Nibelungenstraße erreicht man diese Mainperlen gut und flott!

Ich werde im Frühjahr und Sommer dort bei Retrieverseminaren mit Michael Renner (1x Dummy Land, 2 x Wasserarbeit) fotografieren, und freue mich schon sehr darauf.
Hier nun allererste Ausflugsimpressionen!!

 

 

 

Roßhof


     

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 13.02.2014

 

  Ringtraining mit Nicole Visel  

am 03.10.2013 in Börsborn
 

Neun sehr interessierte Aussteller (und solche, die es werden wollten) schlugen auf dem traumhaft schönen, mitten im Wald gelegenen Sportgelände des örtlichen Sportvereins ihre Kennel mit  dem erforderlichen Equipment für den vor ihnen liegenden Tag auf.
Ich selbst war aus Neugierde gekommen weil ich sehen und hören wollte, was bei einem Ringtraining vermittelt wird, denn irgendwie teilte ich die (Vor-)urteile etlicher Labradorbesitzer: Zur Show geht man hin, lässt den Hund laufen und stehen, und das war`s. Da ist doch nix dabei! Vorab kann ich sagen: ich wurde eines Besseren belehrt!

 

Tubentraining

 

 Nach dem obligatorischen Gassi-Gang mit den anwesenden „auszubildenden“ Hunden und der Erstversorgung mit Kaffee und Knabbereien, führte Nicole Visel konzentriert und kompetent ins Thema ein.  

 

 

Mein Favo des Tages

 

 

Die Inhalte bauten logisch aufeinander auf, begonnen hat Nicole mit der Frage: Warum Ringtraining? Es gab Hinweise und praktische Anschauung zu bspw. den korrekten Führleinen, und natürlich Tipps und Tricks zur Pflege und was man auf einer Show alles dabei haben sollte. Der Hund muss sich anfassen lassen, sowohl am Körper und der Rute, wie auch zur Begutachtung des Gebisses und (bei Rüden) der Hoden, deshalb sollte das zuhause geübt werden.    

 

Nach der Mittagspause kam der praktische Teil. Nicole hatte zu Beginn angekündigt, dass am Ende des Seminares jeder Hund stehen würde! Klar, dass wir alle sehr gespannt waren.
Mit jedem Teilnehmer wurde mit allen erforderlichen Hilfestellungen und Hinweisen ganz individuell geübt. Zum Einsatz kam auch die mit Leberwurst gefüllte Futtertube, immer in Kombination mit dem (unablässig) gemurmelten „Steh, Steh …“.
 

 

 

Anfixen fürs Steh

 

 

Perfekt war es dann, wenn der Hund gar nicht mehr merkte, dass er Stand … und das ganz ohneTube!  

 

Stehen üben

 

 

 

Was bei Nicole einfach und spielerisch aussah, war denn doch auch härtere Arbeit für die Hundeführer, die sich teilweise etwas schwer taten mit den Anforderungen, aber mit  Nicoles korrigierender Unterstützung zunehmend sicherer wurden.Und die Futtertube bald bravourös beherrschten°!°  

 

 

Stehübung

 

 

   

Es wird ...

 

 

 

 So viele gierig schleckende, verzückt schielende und von ihnen selbst unbemerkt stehende(!) Labbis hatte ich zuvor noch nicht gesehen. Ich wusste nicht, ob ich Nicole und ihre Finger bewundern oder bedauern sollte *lach*.  

Aber tatsächlich: ALLE standen!

 

Steh
Schön gelernt

 

Ich persönlich hatte in der Tat das Gefühl, dass „das Stehen“ die am schwierigsten zu bewerkstelligende Aufgabe war!
Okay, auch das Laufen hatte es in sich, ganz so einfach ist das nämlich nicht!
Da gibt es die normale Ringrunde, die Diagonale, das Dreieck, wo kommt man zum Stand?? Wie schnell läuft man, wie ruhig/ unruhig läuft der Hund?
 

 

 

 

Könner ...

 

 

Stellt sich nun als nächstes die Frage: Sollten Hunde eine "Grunderziehung haben"?
Meines Erachtens ergab sich als Resümee aus dem Seminartag ein klares JA, denn ein hoppelndes, übermütiges Häschen ist ja mit 4 Monaten sehr niedlich, mit 4 Jahren aber doch eher katastrophisch! Leinenführigkeit und Grundgehorsam sind ebenso unerlässlich, wie ein gewisses Maß an "Steadyness" im Ring.

 

 

Fröhlich ...

 

 

Andererseits sollte der Hund schon auch ein wenig showie sein, lebendig und frei/ freudig. Zu wenig Esprit wird genauso kritisch bewertet, wie ein Zuviel!
Natürlich ist ein sozial unverträglicher Hund im Ring ein no go und wird mit sofortigem Ausschluss geahndet, wie selbstverständlich auch eine zu rigide/ grobe/ gewalttätige Einwirkung des HF auf den Hund!
Tipps gab es bspw. dazu, wann man vor Ort sein sollte, was man an Equipment (und Unterlagen) dabei haben sollte. Welche Rechte hat man als Aussteller bezogen auf seine Mitkonkurrenten? Was kann man elegant tun, um sich (und seinen Hund!) nicht in eine Ecke abdrängen zu lassen, in der der Richter wenig bis keinen Einblick hat, und deshalb der eigene Hund gar nicht „gesehen“ wird?!

 

 

Schmusereien am Rande

 

 

 

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann lernten auch erfahrene Hundeführer noch dazu, um Mängel zu korrigieren.

Oder sich gar auf die Zukunft vorbereiten *lach*! Denn trotz seiner reichen Erfahrung hat Mario Scheuer *Faithful Paw`s* durchaus Tipps zum Präsentieren meiner des korrekten Stehens ungeübten OmiMomi bekommen. Masha unterschied sich auch im Bewegungsablauf mit ihren fast 12 Jahren deutlich von seinen kraftvoll-dynamischen und Ringerfahrenen jungen Rüden, und musste etwas gemächlicher vorgeführt werden!  

 

 

Mario und Masha

 

 

Die Stimmung war freundlich und fröhlich, niemand hat auf seinen Nebenmann und späteren Konkurrenten herabgesehen, wenn dieser sich mit etwas schwer tat, denn: Man kam selbst nur zu schnell an seine eigenen Grenzen.  

 

Trimmen üben

 

 

Zu guter Letzt bekamen wir von Nicole eine Mappe mit Infomaterial zum Nachlesen mit auf den Weg.

 

Erfreulicherweise fanden sich (klar!) genügend Herren, die den riesigen Schwenkgrill bedienen und beaufsichtigen konnten, und das von den Teilnehmern bestückte kalte Büffet war wirklich klasse! Kaffee für die diversen Kuchen und kleinen Leckereien gab es in ausreichender Menge.  

 

 

 

Leckeres vom Schwenkgrill

 

 

An dieser Stelle sei Mario und Dunja Scheuer, dem Organisatoren Team, ganz herzlich gedankt. Beide haben organisatorisch (behaupte ich mal) einen tollen kleinen Vorgeschmack auf die LCD SRA Open Air Show am 03. Mai 2014 geliefert, die unter Richterin Heather Wiles-Fone (GB) am gleichen Ort stattfinden wird! 

 

Mit Arbeit und einem gezielten Training wird die Vorbereitung auf Shows von vielen Hundeführern sicher eher nicht in Verbindung gebracht.
Gearbeitet wird für BHP, Dummy A, Workingtests usw. Aber für Show? Ich vermute, dass die Ausbildung für Mensch und Hund Showies eher ein Schattendasein führt, und durchaus von den „richtigen“ Arbeitern gerne etwas belächelt wird.
Ich jedenfalls war von der Komplexität und inhaltlichen Vielfalt des Geschehens überrascht und durchaus auch fasziniert.

Das Fazit für mich als zuschauende Fotografin war absolut, dass die erforderlichen Kenntnisse für eine gelungene Präsentation nicht hoch genug eingeschätzt werden können.
 

 

 

Einzelarbeit

 

 

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, meine Masha und alle anderen Trainingshunde waren mit Leckereien fürs STEH abgefüllt, und auch die Organisatoren und Teilnehmer konnten mit den (neu) gewonnen Erkenntnissen zufrieden sein, es war ein rundum gelungener Tag!

Danke an Nicole Visel: es war wirklich "well done °!°"

 

 

Standübungen

 

 

 

 

Jetix, der geduldigste Chessie ever

 

 

Gabriele Heusel, (p)fotografien.de

 

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07.02.2014

                        
 

Handicap und „will to please“ oder:
Nur nie den Mut und die Träume verlieren

 

Im August 2013 habe ich beim Dummyseminar mit Andrea Rüter und Dirk Siekmann in Singhofen/ WW Madeleine und ihre kleine, schwarze Fine kennen gelernt.  

 

 

Doro´s *Fine* Fellow For Life

 

 

 

Sensibilisiert durch mein eigenes (passageres) Handicap habe ich mein Augenmerk stärker auf diese Beiden gerichtet, und was ich gesehen habe, hat mich mit Achtung erfüllt.
 

Vor allem nach Abschluss des Seminars als wir uns noch kurz unterhalten haben, hatte ich das Gefühl noch selten einem so zufriedenen, glücklichen Menschen begegnet zu sein wie Madeleine! Und dies obwohl es regnete wie aus Kübeln, und die beiden Tage überaus anstrengend waren, ihr doch sehr viel abverlangt hatten. Sie konnte zu Recht stolz auf sich und ihre Hündin sein, beide hatten sehr viel Neues gelernt und Madeleine war sich sicher, endlich angekommen zu sein dort, wo sie schon immer hingewollt hatte. Ich habe sie 2 Monate später beim Fortsetzungsseminar in Winden/ WW wieder getroffen, und hierkam mir auch der Gedanke, mich einmal etwas mit dieser Thematik zu befassen. Ich berichte – mit Madeleines Zustimmung und Dirk Siekmanns Unterstützung - gerne über diese Beiden, die zielstrebig auf ihrem beschwerlichen, aber erfolgversprechenden Weg in die Dummyarbeit sind.
 

Madeleine ist 57 Jahre alt und hatte 2005 aufgrund eines geplatzten Aneurysmas eine Hirnblutung mit gravierenden neurologischen Ausfällen, die erst durch eine weitere korrigierende Operation 2008 auf ein akzeptables Maß zurückgegangen sind. Dennoch bestehen linksseitig im Bereich von Gestik und Motorik Schwächen und Unsicherheiten, kommt es zu überschießenden Bewegungen, die sich der willkürlichen Beeinflussung entziehen.

 

Madeleine hatte bereits vor ihrer Erkrankung Hunde und hat sich im Grunde schon lange zur Dummyarbeit hingezogen gefühlt. Mit ihrem Labbimädchen Indi hat sie Turnierhundesport betrieben, und nach Indis Tod in 2012 war die Angst sehr groß, nun vielleicht keinen Hund mehr führen zu können. Die Kommunikation mit einem „langjährigen“ Hund ist ja sehr eingespielt, und mit der Aufzucht eines Welpen nicht zu vergleichen. Erfreulicherweise hatte sie sich mittlerweile gesundheitlich deutlich stabilisiert, und auch genügend innerfamiliären Rückhalt, um die Herausforderung „neuer Hund“ annehmen zu können!  

 

 

 

 

 

Die schwarze Labradorhündin Doro´s *Fine* Fellow For Life  ist nun 18 Monate alt, und in Madeleines Augen eine Fügung, wie sie glücklicher nicht sein könnte. Zu ihrer Freude zeigte sich schnell, dass Fines große Passion das Apportieren ist, also machte sich Madeleine auf die Suche und kam über die LCD-CZ zur o.g. Gruppe in Singhofen. In der Vorstellungsrunde benannte sie ihr Handicap und die daraus für sie und Fine erwachsenden Probleme. Obwohl Anfängerin, arbeitete Madeleine von Anfang an in der Fortgeschrittenengruppe von Dirk Siekmann mit.

Zunächst galt es für Dirk als Trainer herauszufinden,auf was lässt sich die Hündin ein, was macht Probleme und: Was ist zwischen den beiden möglich?

 

Um Lernerfolge zu erzielen sind Hunde u. a. auf Kontinuität in der Vermittlung und auf wiederkehrende Abläufe angewiesen, was in diesem Fall aber nur teilweise gegeben war/ ist. Verständigungsprobleme und die daraus resultierenden Schwierigkeiten zeigten sich von Anfang an und sind ein ganz zentraler, bestimmender Trainingsinhalt, wobei die eigentliche Trainingsleistung im engeren Sinne zunächst zweitrangig war/ ist. Fine hat sehr deutlich ihr Unverständnis und Unsicherheiten  gezeigt weil für sie oftmals nicht eindeutig war, was von ihr erwartet wurde, und sie dadurch etwas kopflos agierte.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

Madeleine führt problemlos rechts, schwieriger ist es, dass sie die

Belohnungsleckerchen mit der linken Hand nicht exakt geben, und umgekehrt das durchaus freudig präsentierte Dummy nicht auf die immer gleich Art abnehmen kann. Auch das Voranschicken kann nicht sauber gearbeitet werden, weil ihr die überschießende Motorik und die nicht 100% sichere Koordination manchmal einfach einen Strich durch die Rechnung macht.

Es war für Fine schwer, die Krankheitsbedingt instabile bzw. nicht konstante Gestik und Mimik Madeleines zu deuten, und Befehlen eine (im Sinne Madeleines) adäquate Handlung folgen zu lassen. Man darf nicht vergessen: Fine ist kein ausgebildeter Hund der auf seine Erfahrungen zurückgreifen kann, sondern bekam als Anfängerhund im Grunde genommen die Grundzüge der Dummyarbeit nicht sauber gezeigt. Sie musste irgendwie agieren um zum Erfolg zu kommen und sie musste neue, durchaus widersprüchlich (in ihrem Sinne) vermittelte Inhalte aufnehmen und verarbeiten.

Die dann ausbleibende Bestätigung, wenn sie nicht sauber gearbeitet hat, war schwierig für den Hund zu verstehen: sie hatte (in ihrem Verständnis) ja alles so gemacht, wie es ihr gezeigt und von ihr verstanden worden war! Das daraus resultierende Unverständnis Fines birgt die Gefahr einer Frustrationsspirale, die es im Training zu unterbrechen galt und immer wieder gilt.

 

 

 

 

Mit neurologischen Beeinträchtigungen wie in Madeleines Fall gibt es Probleme mit der gezielten Koordination. Die motorischen Unsicherheiten erfordern höchste Konzentration insbesondere auch beim Gehen und den Bewegungen bzw. bei Bewegungsabläufen. Bei dieser (wie jeder gemeinsamen) Arbeit muß die Konzentration gleichzeitig aber immer auch auf die Bewegungen/ das Verhalten usw. des Hundes gerichtet sein.
Gehandicapt ist Madeleine auch im spontanen Einsatz wenn es darum geht, Fine bspw. den Weg abzuschneiden oder schnell zu reagieren, um ihr behilflich zu sein. Motorische Reaktionen also, die der gesunde Zweibeiner ganz schnell und ohne zu überlegen einfach mal eben macht, die ihr aber (fast) unmöglich sind. Vieles muß überlegter ausgefüht werden und steht natürlich der Spontaneität im Wege.

In schwerem bzw. abschüssigem Gelände und/ oder im Unterholz ist Madeleine klar im Nachteil, dennoch arbeitet sie auch hier so gut wie es ihr möglich ist, bzw. werden von Dirk die Aufgaben für sie abgewandelt.

 

 

 

 

 

Es ist eine beachtliche Leistung des Trainers, immer wieder einen theoretisch/ gedanklichen Spagat zwischen den bereits weit fortgeschrittenen Teams und dem Anfängerteam mit Handicap hinzubekommen. Für die Ausbildung bedeutet dieser Switch ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen in die nicht alltägliche Problematik, und verlangt nach einer Modifikation des herkömmlichen Anfängertrainings.  

 

 

 

 

Jede/ -r der als Anfänger zu einem Seminar kommt ist zunächst verunsichert, zumal wenn er/ sie dann auch noch in die Fortgeschrittenengruppe eingeteilt wird.
Wir kennen das ja alle: man hat Hemmungen und (manchmal!) auch Angst vor einer Blamage. Man vergleicht sich (bewusst oder unbewusst) mit den anderen Teilnehmern  und setzt sich damit (bewusst oder unbewusst) einem deutlichen Konkurrenzdruck aus. Der dann widerum natürlich Auswirkungen auf das "Arbeitsverhalten" hat. Diesen Druck versucht Dirk ihr nach Möglichkeit zu nehmen.

 

 

 

 

 

Für Madeleine spielt die gegenseitige Akzeptanz in der Gruppe eine große Rolle weil sie ihr die nötige Sicherheit gibt, zum Wohlbefinden beiträgt, die Aufregung deutlich absenkt und sie ruhiger agieren lässt.
Wichtigste Voraussetzung sei für ihn als Trainer die Ehrlichkeit im Umgang mit- und untereinander, egal wie der Ausbildungstand ist bzw. die gesundheitlichen Gegebenheiten sind, denn falsch verstandene Rücksichtnahme sei fehl am Platz, sagt Dirk. Die Erfahrungen der fortgeschrittenen Teilnehmer sind hier natürlich von großem Wert. Sie helfen, unterstützen, kritisieren und verbessern sich gegenseitig, im besten konstruktiven Sinne. So steht Madeleine mit Fine bspw. bewusst etwas abseits, denn es ist dann einfacher für sie, Fine unter Kontrolle zu halten wenn sie nicht zu eng mit den anderen Teams steht.

 

 

 

 

Madeleine fühlt sich in der Seminargruppe wohl, und in Dirk Siekmann hat sie einen Trainer gefunden mit dem sie harmoniert. Er setzt Vertrauen in sie und ihre Hündin, und sie wiederum vertraut ihm und seiner Trainingsmethode. Samthandschuhe sind seine Sache nicht, so bekommt sie durchaus mal einen ordentlichen Anpfiff wenn etwas, das sie eigentlich kann, von ihr versemmelt wird. Wer übrigens einen Anpfiff bekam, als Fine sich -verfolgt von einem schnaubenden Dirk- auf die Socken machte und fröhlich Andrea Rüters Anfängergruppe aufmischte, erzähle ich natürlich nicht°!°   

 

 

 

 

 

Eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen ist, dass der Hund eines Menschen mit Handicap physisch und psychisch stabil und belastbar sein muß.

Es ist für Fine ungleich schwerer ihren Menschen zu lesen und damit den Erwartungen gerecht zu werden, weil die Signale nicht immer eindeutig sind. Fine ist ein Hund mit einem ausgeprägten Gespür bzw. dem charakteristischen Bemühen, es richtig und gut für ihr Frauchen zu machen: „will to please“, eben!
Durch das gezielte und auf sie zugeschnittene Training wird Madeleines Handicap für beide immer mehr zur „technischen“ Normalität als Grundlage für die gemeinsame Arbeit. Da die Wechselwirkungen des Verhaltens von Madeleine und Fines Reaktion darauf beständig thematisiert und übersetzt werden, um im Ergebnis gezielt auf eine Veränderung hinarbeiten zu können, haben sie eine Verständigungsbasis gefunden, die entlastend und zielführend ist.
Damit wird Druck von Fine genommen, weil sozusagen ein verständnisvoller Übersetzer dabei ist, der u. U. auch mal eigene Interpretationen anbieten kann. In jedem Fall ist diese junge und sehr bemühte (und bildschöne!!) Hündin ein wirklicher Glücksgriff, denn nicht jeder Hund kann solch erschwerten Anforderungen gerecht werden. Je mehr Madeleine versteht, wie sie auf Fine wirkt, umso gelassener wird sie. Sie agiert inzwischen verständlicher durch das auf sie zugeschnittene Training und Fines Fortschritte sind augenfällig, wie wir im Oktober feststellen konnten.

Madeleine nutzt zuhause die täglichen Spaziergänge mit Fine zur Erledigung ihrer Hausaufgaben. Erklärtes Ziel bis zum nächsten Seminar im März ist: KEINE Schleppleine!
Ich bin gespannt *lach*, und jetzt ist sie in der Pflicht!
 

 

 

 

 

 Für die Grundlagenausbildung/ Unterordnung haben die Beiden

eine Trainingsgruppe zuhause in Dachau gefunden. Sie trainieren im Turnierhundesport Treibball, bei dem es sehr um Koordination und das Einweisen geht. Dummygruppen sind in dieser bayerischen Diaspora wohl anscheinend mehr als spärlich gesät, würde ich mal gelinde zu sagen/ behaupten wagen!
 

„Nur nie den Mut und die Träume verlieren“, ist Madeleines Credo! Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen finden ich, finden wir!

In diesem Sinne grüße ich alle Leserinnen und Leser in unser aller Namen,

  

Gabriele Heusel (p)fotografien.de 

 

 

 

Update 10.11.2013

 

  

 Bericht vom (Dummy) Seminar

für Junghunde und Fortgeschrittene

am 24./ 25. August 2013 in Singhofen/ Ww.

 

 

Bei bestem frühherbstlichem Aprilwetter trafen sich zehn Mensch-Hund-Teams zum Seminar mit Dirk Siekmann und Andrea Rüter in Singhofen im schönen Nassauer Land.
Nach der obligatorischen Vorstellungsrunde, bei der sich die Trainer einen Überblick über den individuellen Stand der Teilnehmer-/ innen verschaffen und die sich überwiegend fremden Hundeführer-/ innen auch erste Kontakte knüpfen konnten, ging es an die Arbeit.
 

 

 

 

 

Manches Team war schon sehr gestanden, gereift und versiert und trainierte auf hohem Niveau. Andere waren auf einem sehr guten, fortgeschrittenen Anfängerweg.

 

Und die kleinen Wuzzels mit 18 Wochen und ihre (Neu-) Hundeführer machten allererste Schritte in die richtige Richtung auf ihrem Weg zur Teamfindung und zur gemeinsamen Arbeit.

 

 

Die Arbeit mit den Junghunden übernahm Andrea Rüter.  

 

 

 

Die Gruppe blieb im Umfeld der Hütte (segensreich als es regnete wie aus Kübeln), damit die Kleinen nach getaner Übungseinheit in den Kennel verbracht werden konnten. Auch dieses Thema „Kennel: ist das nicht doch wie Knast??!“, wurde, am aktuellen Beispiel und quasi nebenbei, mit erläutert und bearbeitet. Überhaupt ergaben sich immer wieder im Verlauf der beiden Tage neue Fragen zu unterschiedlichen Themen, die mit großer Geduld und Fachkompetenz von Andrea erklärt wurden.
Die Aha-Effekte waren durchaus immer wieder auch hörbar! In Theorie und Praxis lernten die Youngsters die „firststeps“, also richtiges Anleinen und den Umgang mit
bspw. der Moxonleine.    

 

 

  

 

 

Wie gewinne ich die Konzentration des viel mehr an seiner Umwelt als am Führer interessierten Hundes, wie lenke ich seine Aufmerksamkeit auf den Hundeführer? 

 

Natürlich wurde der Klassiker "Abrufen und korrektes Einparken neben dem Hundeführer" ebenfalls geübt. Ebenso wurden die Anfänge des richtigen und lockere "bei Fuß" gehen gelehrt und gelernt, mit Moxonleine und ganz entspannt.

 

 

 

 

Auch das in der Dummyarbeit (und auch sonst!) nahezu unerlässliche Hilfsmittel „Pfeife“ wurde (in Kombination mit den Sichtzeichen, natürlich) in Warum, Weshalb, Weswegen erklärt und geübt.
Das liest sich so lustig, aber als Neuhundeführer muss man nun mal die unterschiedlichen Pfeifen, die Pfeiffrequenzen und die verschiedenen, notwendigen Pfiffe erst kennenlernen und einüben (und sie sich dann auch noch merken!).
Okay, es gab kein Konzert, aber die Ohren der Neu-Pfeiffer und Neu-Auf-Den-Pfiff-Hörer wurden hörbar trainiert bzw.: man sah erste Erfolge bei den Kleinen.


Und als allererster Einstieg in die Dummyarbeit stand natürlich auch das Einweisen auf Andreas To-Do-Liste. Fanden die Kleinen klasse, ne scheppernde Schüssel, wo man endlich mal was Leckeres findet!!  

 

Für die Hundeführer war eher „Vertrauen“ das wichtige Stichwort in diesem Zusammenhang.
Die Stimmung in Andreas Gruppe war fröhlich-konzentriert, sehr entspannt trotz des Neulandes das ja von den meisten betreten wurde, und von hohem Interesse amgemeinsamen Tun und am Lernen gekennzeichnet.
 

 

Die Großen und Fortgeschrittenen zogen mit Dirk in`s Gelände.

Es würde den Rahmen sprengen wenn ich detailliert beschreiben würde, was und wie gearbeitet wurde, deshalb beschränke ich mich auf Stichworte.


Gearbeitet wurde:  

 

 

Voran über eine große Ackerfläche in ein Wäldchen;
Kombination von Steadyness, abrufen und voran; Treiben, dann Suche; 
Verschiedene Markierungen, auch in hohem Bewuchs; Back; Walk up mit 3 Hunden; Aus der Line in die Suche; Und immer wieder: Steadyness, Handling und Konsequenz.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Gruppe war heterogen besetzt, was der Zusammenarbeit aber keinen Abbruch tat. Im Gegenteil zeigte sich einmal mehr Dirks Fähigkeit zu theoretischem und praktischem Spagat in der Ausbildung. Und natürlich auch im Umgang mit Hunden und Führern aller Kenntnis- und Ausbildungsstände. Auch in seiner Gruppe waren am Sonntagabend nur zufriedene Hundeführer und müde, weil gut gearbeitete, Hunde zu sehen! Okay, dass alle nass und dreckig bis weit über den Stiefelrand bzw. die Ohrenspitzen waren, erwähne ich mal lieber nicht.  

 

 

 

Ganz großes Lob und besonderer Dank galt am Ende Heike Opitz für ihre super gute Organisation und die hervorragende (reichliche!!) Verpflegung, inkl. natürlich des immer wieder aufgefrischten Kaffees!

 

 

Heike @work

 

 

 

Auf Wiedersehen im Oktober und herzlichen Dank an alle sagen Masha, die DummyOmiMomi von Singhofen  

 

 

 

 

und  Gabriele Heusel, (p)fotografien.de  

                   

  

 

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Update 08.10.2013


Brandnews *freu*  

 

Also, bislang hatte ich ja "nur" Masha, die Dummyqueen von Waldmohr!
Und Masha, die DummyOmiMomi von Singhofen!
Nun habe ich auch Masha, die OmiMomi-Izzibizzi-Showiebienie   
von Hasselroth *grins*!

Classic Cha Cha of Hanging Rock *Masha* ist heute in einer stark besetzten Veteranenklasse die 3. platzierte *freu* geworden!

NÄMLICH:
Hasselroth 06.10.2013, Katalog-Nr. 34, Hündin, Veteranenklasse,
Zb.-Nr.: LCD 02/J0304
Richter: Tanja Nordhues, Besitzer: Gabriele Heusel

Richterbericht:

12 Jahre alte gelbe Hündin in bester Kondition, sehr schöner Hündinnenkopf mit Geschichte, sehr gute Winkelungen vorne und hinten, korrekte Hals-Rückenlinie sowie obere und untere Linie, noch sehr flott in der Bewegung, sehr schön diese Hündin heute hier so zu sehen.  3. Platz

 

 

Genaues hinschauen°!°

 

 
 

Vielen herzlichen Dank an Mario Scheuer (Faithful Paws) der so lieb war, das Mashale (sozusagen) auf`s Treppchen zu führen! Die beiden haben das wirklich super gemacht!
Und mein Mutter- ääähm Besitzerherz schlägt tatsächlich vor lauter Rührung höher *verschämt grins*!!

 

 

Masha "steht" (irgendwie LOL)

 

 

Übrigens: Herzlichen Glückwunsch auch an Dolphingham *Dock* on the Bay, Gelato Caramello of Hanging Rock *Leo* und Gelato Nocciola of Hanging Rock *Enola* (sind in der Galerie mit dabei°!°), und natürlich auch an alle anderen platzierten Labbis!!  

 

Dolphingham Dock on the Bay

 

     

Und das schrieb Tanja Nordhues,  

die Richterin, als Antwort bei Facebook:

 

Diese süsse Oma war am Sonntag wirklich meine Alterspräsidentin !! Es war so schön für mich all diese alten Damen, die ja bereits Geschichte geschrieben haben, so fit, behütet, geliebt und in bester Kondition, im Ring zu sehen. In ihrer Motivationen standen sie ihren jungen Kolleginnen in nichts nach !! Sehr schöne Klasse und mir war es eine besondere Freude und Ehre eure "süssen Omi´s" richten zu dürfen!

 

Hach ja: das hat mich grad noch einmal sehr gerührt
DANKE liebe Frau Nordhues für dieses berührende posting!!

 

   Masha @Hasselroth, live und in Farbe bei youtube 

 

 

 

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Mario Scheuers kleiner Leroy war auch mit dabei:
er ist solch ein süsser Fratz, der herzige Schnuckel
 

 

Faithful Paw`s Leroy

 

 

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Dummyseminar in Waldmohr, Oktober 2011  

 

 

 

Voller Vorfreude, etwas aufgeregt und mit ganz individuellen Erwartungen trafen sich am 01. Oktober frühmorgens 8 Teilnehmer/ -innen mit 9 Hunden in Waldmohr/ Westpfalz zum Dummyseminar  Anfänger/ Junghunde des LCD, Bzg Rhein-Mosel. Trainer waren Andrea Rüter und Dirk Siekmann, beide langjährig erfahrene Trainer/ Ausbilder in der Hunde- bzw. Dummyarbeit, und in 2011 bereits zum 3. Mal für die BZG im Einsatz.

 

 

 

Die Trainer


1  

 

 

Nach der Vorstellungsrunde –die recht kurz ausfiel, da sich die meisten der Teilnehmer  von den vorhergehenden Seminaren bereits kannten-, wurden von Andrea und Dirk die Gruppen zusammengestellt, um eine möglichst harmonische Arbeit zu gewährleisten. Wichtigstes Kriterium hierbei war der Ausbildungs- bzw. Kenntnisstand der Hunde und ihrer Führer.
Eine der jungen Hündinnen war am Ende ihrer 1. Läufigkeit und konnte deshalb nicht in der Gruppe der „Fortgeschrittenen“ Anfänger arbeiten, weil in dieserGruppe auch sehr potente Rüden arbeiten würden.

Vorausschicken sollte ich noch zwei Besonderheiten:

Zum Einen, dass das Gelände in Waldmohr dem Ortsansässigen Angelverein gehört und von diesem kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Dadurch war es möglich, die Gruppen weit auseinander aufteilen zu können, sodass diese sich zu keiner Zeit behinderten oder störten. Da auch zwei kleine Seen zur Verfügung standen, konnten, beide Gruppen  also problemlos auch den hohen Reiz „Wasser“ in die Arbeit einbauen und nutzen.

 

 

 

 

 

Und an dieser Stelle auch der Dank (stellvertretend für alle!) an den Vorsitzenden des Angelvereins Thomas Schönborn und seine Mithelferinnen und Helfer, die uns zwei Tage lang vorzüglich bewirteten, und mit kulinarischen Genüssen –zum Selbstkostenpreis- verwöhnten! Ganz herzlichen Dank für dieses Engagement am Wochenende, und: die Pälzer kennen koche wie die Weltmeeschter!  

 

 

 

 

 

 

 

 

Bevor die Gruppen sich aufteilten wurde zunächst ein kleiner Theorieteil eingeschoben um noch einmal zu verdeutlichen, warum und was an diesen Tagen gearbeitet werden soll, welche Bedeutung bspw. die für die Dummyarbeit wesentlichen Elemente Markieren, Memory, Einweisen haben, und wie diese aufeinander aufbauen bzw. ineinandergreifen.

Die Arbeitsinhalte in den beiden Gruppen waren –bedingt durch den Ausbildungsstand in den Kleingruppen- unterschiedlich gestaffelt. Allerdings spielten in den beiden Gruppen zu jeder Zeit Unterordnungselemente in Verbindung mit der aktuellen Arbeit immer auch eine zentrale und nicht zu vernachlässigende Rolle.

In Andreas Gruppe waren am Samstag die Basics von Bedeutung, also die Körpersprache als wichtiges Kommunikationsmittel zu nutzen. Diese Kommunikationsform hilft dabei, den Hund mit minimalen Mitteln (gezielt eingesetzt) zu führen. Leinenführigkeit und erste Einweise - Übungen waren weitere zentrale Themen am Vormittag.

 

 

Impressionen


Dirk nutzte den Tag unter anderem dazu zu vermitteln, was ein Vertrauenspunkt ist, und wie man diesen sorgfältig in die Arbeit integriert und ihn aufbaut. Der Vertrauenspunkt signalisiert optisch und real einen Ort, an dem der Hund in jedem Fall zum provozierten Erfolg kommt. Okay, bei den Insidern dieses Seminars wurde er gerne auch „Hoffnungspunkt“ genannt. Das (richtige) Einweisen des Hundes, Markierungen und vor allem auch Wassermarkierungen waren in dieser Gruppe die weiteren Themen.  

 

 

 


1  

 

 

 

 

 

 

Die ausgezeichnete, fröhliche Stimmung beim gemeinsamen Abendessen trug sehr zur Gruppenfindung und –bildung bei, Informationen und Tipps zur Arbeit aus der eigenen Erfahrung wurden ausgetauscht und gerne gegenseitig angenommen.
Aber auch Spaß und Humor kamen nicht zu kurz, die Lachmuskeln wurden schon sehr nachhaltig strapaziert!
Am Sonntag bei strahlendem Wetter und mit weiterhin hoch motivierten, sehr entspannten und lernfreudigen Arbeitsgruppen, wurde noch intensiver gearbeitet. Vor allem, als sich bereits erste Veränderungen in der Arbeit bei den Führern und den Hunden zeigten. Das war natürlich zusätzlicher Ansporn und Bestätigung, diesmal für Führer und Ausbilder.

Bei Dirk standen Mark & Memories auf der To-Do-Liste. In individuell unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen wurden Kombinationen aus Wasser- und Landmarkierungen gearbeitet, und natürlich kam das Einweisen nicht zu kurz.

Andreas Gruppe übte und vertiefte das Einweisen in verschiedenen Kombinationen. Durch das differenzierte Gelände mit seinen vielen Möglichkeiten konnten zudem sehr gute Erfahrungen mit teils schwierigen Geländeübergängen gemacht und erprobt werden.

Nach der (kurzen) Mittagspause arbeiteten beide Gruppen zusammen in einem Gelände, für beide Gruppen bildeten die Abschlussaufgaben eine Kombination ausWasser- und Geländearbeit. Diese Umstellung stellte natürlich an die Konzentration aller erneut hohe Anforderungen. Die Junghunde zeigten sich dabei erfreulich belastbar und konzentrationsfähig. Allerdings hatten  sich die Labradors am Ende des Tages ihre Lobes- und Freudenknuddler, und ihr Schlafplätzchen im Autowirklich redlich verdient.

Was mir als „Mittendrin Außenstehender“ sehr gefallen ist, war der wertschätzende Umgang mit den Teilnehmern, bzw. der konsequente aber nicht grobe/ harte Umgang mit den Hunden und die sehr ernsthafte, konzentrierte Zusammenarbeit.

 

Dummyarbeiter


 

 

Es gab keine rüden Umgangstöne oder Abqualifikationen weil eine Aufgabe bspw. erneut nicht richtig angelegt wurde, der Groschen partout nicht fallen wollte oder der Hund wieder sichtlich ungehorsam war.
Die Führer bekamen erklärt, was (möglicherweise) zu ihrem (eventuellen) Misserfolg beigetragen hat und dadurch die eigene Arbeit bzw. Zusammenarbeit erschwert. Ihnen wurde aufgezeigt, wie sie gegensteuern können, und auch die „Unbeteiligten“ profitierten, denn solcheSituationen kannte jeder mehr oder weniger zur Genüge. Die Hunde wurden schon auch mal abgestoppt um ihnen keinen „eigenwilligen Erfolg“ zu ermöglichen, aber sie beendeten keine Aufgabe ohne positiven Abschluss, und zwar im Sinne des Hundes, des Führers und des Ausbilders bzw. des Ausbildungszieles.
atürlich endete das Seminar nicht punktgenau um 15.00. Dazu waren alle mit viel zu viel Interesse und Freude bei der Sache, als dass sie sich von der Uhrhätten bremsen lassen. Erst als mein Hund (ja!) auch ein Dummy erfolgreich (ja!!) übers Wasser gearbeitet hat und ich das Gruppenbild im Kasten hatte, war der offizielle Teil des Seminares beendet. Es war rundum gelungen und für alle mit dem einen oder anderen Aha-Effekt versehen, und ausnahmslos jede/ -r hatteam Ende neue Hinweise zur Bewältigung der jeweiligen „Baustellen“ an der Hand. Joooh,sacht de Pälzer, joooh, schee wars gewesse, es Seminar mit em Dirk und em Andrea!

 

 

 

 

 

Gabriele Heusel mit  Masha, der DummyQueen von Waldmohr
(p)fotografien.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bisher noch keine Einträge.

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     

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